17.02.2026rss_feed

Thüringer Schweinehalter müssen tief in die Tasche greifen

Im Mittelpunkt eines bereits am 14. November 2025 stattgefundenen Fachgespräches zwischen dem Thüringer Staatssekretär für Landwirtschaft und Ländlichen Raum Marcus Malsch und Vorstandsmitgliedern der IGS Thüringen stand die Fortführung und Erweiterung der finanziellen Förderung der Schweinehaltung in Thüringen. Staatssekretär Malsch bat die Interessengemeinschaft der Schweinehalter in Thüringen e.V. deshalb um eine Abschätzung des zukünftigen Investitionsbedarfes der Schweinehalter im Freistaat in den nächsten Jahren.
Auf der Grundlage einer Befragung der Thüringer IGS-Mitgliedsbetriebe beziffert die IGS Thüringen den Investitionsbedarf für gesetzlich bedingte Maßnahmen zur Umsetzung der TierSchNutztV in der Sauenhaltung im Deck- und Abferkelbereich bis 2036 und der sich aus der TA-Luft ergebenden Anforderungen für Schweine haltende Betriebe für Um- und Neubauten auf 180 Mio. €.


Davon entfallen für die Umsetzung der TierSchNutztV in der Sauenhaltung mittelfristig ca. 17 Mio. € bzw. langfristig weitere 140 Mio. €. Für die Umsetzung der Anforderungen der TA-Luft zur Gewährleistung der Emissionsminderung und der Abdeckung von offenen Güllelagern müssen bis 2029 weitere 23 Mio. € investiert werden. Als Basis für die Schätzungen dienten in der Literatur beschriebene Investitionskosten. Zu erwartende Preistrends bis 2036 fanden keine Berücksichtigung.

Die Investitionen haben aufgrund der gesetzlichen Verpflichtung eine hohe Priorität, die sich allein durch die fixierten Fristen staffeln lässt. Allerdings ist eine Fortführung der Schweinehaltung in jedem Fall an die Umsetzung der genannten gesetzlichen Anforderungen an den Tier- und Umweltschutz gebunden.