IGS Aktuelles

Podium des 1. Thüringer Schweinegipfels

Wir suchen den Dialog mit Ihnen, der Politik, den Medien und den Verbrauchern. Das ist uns sehr ernst, damit begann unser Vorstandsvorsitzender, Andrè Telle, sein Statement zur Eröffnung der Podiumsdiskussion anlässlich des 1. Thüringer Schweinegipfels. Gemeinsam mit dem TBV Erfurt organsiert und vom Bundesverband Rind und Schwein sehr tatkräftig unterstützt, konnten am 15. Mai 2019  über 220 Besucher in Waltershausen begrüßt werden, davon mehr als drei Viertel aus der Branche bzw. den tangierenden Berufsgruppen.

Nach einem mitreißenden Einführungsreferat von Frau Professor Ulrike Weiler zum Thema Fleisch – (k)ein Lebensmittel mit Zukunft war klar: Fleisch, auch Schweinefleisch wird Zukunft haben und wir setzen darauf, dass es auch weiterhin im Freistaat produziert wird! Von Dr. Simone Müller war zu erfahren, dass für je zwei Thüringer Einwohner im Jahr ein Schwein gehalten werden muss und jeder Mitarbeiter in Schweine haltenden Betrieben rund 2000 Bürger mit dem Fleisch versorgt, was am liebsten von den Deutschen verzehrt wird. Die Situationsanalyse zur Thüringer Schweinehaltung zeigte durchaus Konflikte auf, z.B. zwischen Tierschutz und Umwelt oder auch Tierwohlanforderungen und deren Folgewirkungen.

Auf der sachlichen, sehr erfrischenden und ehrlichen Podiumsdiskussion, moderiert von Gerhardt Schmidt, medienstatt, wurden Probleme und Widersprüche unverblümt angesprochen. Als Vertreter aus der Politik konnte Landwirtschaftsministerin Birgit Keller ebenso begrüßt werden wie Dr. Michael Elschner vom Thüringer Sozialministerium. Als Landespolitiker war waren Olaf Müller (Bündnis 90/Die GRÜNEN) sowie Marcus Malsch (CDU) anwesend. Den Lebensmitteleinzelhandel vertrat der Botschafter für Tierwohl, Dr. Clemens Dirscherl, KAUFLAND.

Auf die Frage, was sich denn ändern müsste, antwortete Dr. Britta Becke als IGS-Vorstandsmitglied souverän: Wir brauchen keine ideologischen Diskussionen, wenn es um Schweinehaltung und Bestandsgrößen geht, jede Betriebsform hat ihre Berechtigung.  Was die gesamte Branche drückt, sprach sie ebenso an: Um überhaupt weiter investieren und existieren zu können, brauchen wir Planungs- und Rechtssicherheit!. Das unterstrich auch Landwirtschaftsministerin Keller, denn noch nie wurde in der Thüringer Schweinehaltung so wenig investiert wie in den letzten drei Jahren!.

Am Ende stand fest, es war ein guter Anfang, miteinander in den Dialog zu gehen. Wie ein roter Faden zog sich durch die Resümes der Diskussionsteilnehmer: Wir brauchen mehr Kommunikation und Aufklärung , wir müssen miteinander reden und einander zuhören. Das betrifft alle Beteiligten, zuerst die Schweinehalter selbst, die Politiker, die Medien und auch die Verbraucher. Udo Große, Vizepräsident des TBV rundete ab: Dreh- und Angelpunkt ist die Ökonomie, das betrifft alle Bereiche, auch die Politik.

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Wir werden nicht länger stillhalten und schweigen, wenn wir ungerechtfertigt angegriffen werden, das erklärte Dr. Britta Becke, Vorstandsmitglied der Interessengemeinschaft der Schweinehalter in Thüringen e.V. (IGS) anlässlich des bevorstehenden 1. Schweinegipfels in Thüringen am Mittwoch, 15. Mai 2019 in Waltershausen. Wir stellen uns gerne den Fragen und Diskussionen mit Verbrauchern, Medien, Politik und Verbänden, aber wir müssen uns erfundene Vorwürfe und schon gar nicht nächtliche Stalleinbrüche von Aktivisten einfach gefallen lassen, ergänzte Dr. Becke.

Der 1. Thüringer Schweinegipfel soll der Auftakt zu einer neuen Gesprächskultur zwischen Schweinehaltern und der Gesellschaft sein.

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Die Politik darf nicht länger über Veränderungen in der Landwirtschaft beschließen, ohne die Fakten zu kennen, das erklärte die stellvertretende Vorsitzende der Interessengemeinschaft der Schweinehalter in Thüringen e.V., Kerstin Fröhlich, gestern mit Blick auf den 1. Thüringer Schweinegipfel, der am Mittwoch, 15. Mai 2019 in Waltershausen stattfinden wird. Wir wollen mit Politik und Verbänden intensiv zusammenarbeiten, aber dazu gehört auch, dass Politiker genau wissen, worüber sie beschließen und welche Folgen ihre Beschlüsse haben, so Kerstin Fröhlich.

Der 1. Thüringer Schweinegipfel wird veranstaltet, um der Öffentlichkeit, Politik, Medien und Verbrauchern zu verdeutlichen, wie es um die Zukunft der Schweinehaltung in Thüringen steht.

Wir können nicht länger zulassen, dass mehr und mehr regionale Produkte verlangt werden, die Tierhaltung in unserer Region aber immer weiter erschwert wird, fügte Kerstin Fröhlich hinzu.

Beim Schweinegipfel werden u. a. Politiker, Wirtschaftsexperten und Ministerialbeamte zu Wort kommen.

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Die Zukunft der Schweinehaltung in Thüringen ist langfristig gefährdet, wenn es für die Landwirte in Thüringen nicht deutliche Verbesserungen gibt, dies erklärte der Vorsitzende der Interessengemeinschaft der Schweinehalter in Thüringen e.V., Andrè Telle. Wir wollen den Menschen in Thüringen auch künftig bestes Fleisch aus regionaler Erzeugung liefern können. Deshalb werden wir den 1. Thüringer Schweinegipfel veranstalten. Gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Landwirtschaft und Handel wollen wir das Bewusstsein für eine  Sicherung der Schweinehaltung in Thüringen schärfen.

Am 21. Dezember 2018 ist die Neufassung der Schweinepest-Verordnung in Kraft getreten. 

Mit diesem Hintergrund lädt der Vorstand der IGS Thüringen zur 2. ASP-Informationsversammlung der Interessengemeinschaft der Schweinehalter in Thüringen e.V.

am Mittwoch, 24. April 2019,  von 16.00 Uhr – 19.00 Uhr
in den G
asthof Schloss Hubertus (Arnstädter Chaussee 9, 99096 Erfurt)                                                 

herzlich ein. 

Neben neuen Wegen zur Reduzierung der Schwarzwildbestände in Thüringen sollen die Neuregelungen der o.g. Verordnung, die überwiegend als Maßnahmen zur Bekämpfung der ASP beim Wildschwein dienen, erklärt werden. Die Reglungen betreffen aber auch den Bereich der Untersuchungsregime. Diese regelt u.a. das Verbringen von Schweinen aus einem Betrieb, der bei einem ASP-Ausbruch (beim Wildschwein) im gefährdeten Gebiet liegt. Ziel der Veranstaltung ist die Darstellung und Erläuterung der geltenden Rechtsvorschriften.

Als Referenten treten auf: 

  • Detlef Sommer
    Thüringer Verband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbezirksinhaber e. V.
    Neue Wege zur Reduzierung der Schwarzwildbestände in Thüringen

  • Dr. Michael Elschner
    Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie
    Informationen zur Neufassung der Schweinepest-Verordnung

Interessierte sind herzlich willkommen. 

Dr. Kleinhans beim Vortrag in Stadtroda

Gute Leute musst du haben, dieser Werbeslogan wirbt zurzeit landesweit um Nachwuchs in vielen Berufssparten. Gute Leute zu haben, das ist heute eine Herausforderung für Tierhaltungsbetriebe. Sie auch ständig fachlich fit zu halten, dazu dienen betriebliche Schulungen oder regionale Weiterbildungen.  

Seit nunmehr vier Jahren wird den Mitarbeitern in der Schweinehaltung in Thüringen eine branchenübergreifende Weiterbildung angeboten, zu der am 26.3.2019 in Stadtroda und am 27.3.2019 in Waltershausen mehr als 220 Teilnehmer begrüßt werden konnten.

1. Schweinegipfel in Thüringen am 15. Mai 2019

Die Interessengemeinschaft der Thüringer Schweinehalter e.V. und der Thüringer Bauernverband organisieren gemeinsam den ersten Thüringer Schweinegipfel am 15. Mai 2019 in Waltershausen. Bitte merken Sie sich den Termin vor.

 

Für Rückfragen wenden Sie sich an info@thueringer-schweinehalter.de.

Ringelschwanz

Im September 2018 hat die Agrarministerkonferenz den "Nationalen Aktionsplan"  beschlossen.  Ziel ist der schrittweise Einstieg in den Kupierverzicht. Die Umsetzung des Aktionsplans liegt in Verantwortung der Bundesländer. Da bereits zum 1. Juli 2019 eine Tierhalter-Erklärung zum Nachweis der Unerlässlichkeit des Kupierens für alle Schweine haltenden Betriebe verbindlich wird, lädt das Thüringer Sozialministerium zu einer Informationsveranstaltung in die Bauernscheune nach Bösleben ein.

Am 18. März wird dort von 10 bis 12 Uhr  der Aktionsplan Kupierverzicht vorgestellt und diskutiert.

Allen Schweine haltenden Betrieben wird die Teilnahme dringend empfohlen.  

Weitere Informationen zum Aktionsplan Kupierverzicht finden Sie auf der Homepage www.ringelschwanz.info. 

 

Einladung WB 2019 1

Bereits seit drei Jahren werden in Thüringen Weiterbildungsveranstaltungen zum Thema Tiergesundheit/Tierwohl - jeder Mitarbeiter zählt angeboten, da die Tierpfleger durch ihre motivierte sowie sach- und fachgerechte Betreuung einen großen Einfluss auf das Wohlergehen unserer Tiere ausüben.  In diesem Jahr stehen die Themen Arzneimittelanwendung sowie Transportfähigkeit und Schlachtwürdigkeit im Mittelpunkt der Veranstaltung am 26.3.19 in Stadtroda bzw. am 27.3.19 in Waltershausen.
Was Tierhalter und insbesondere auch die Mitarbeiter Schweine haltender Betriebe  bei der Anwendung von Arzneimitteln wissen und in der täglichen Arbeit berücksichtigen müssen, ist Ziel der Ausführungen von Dr. Anja Verletzte Tiere und Tiere mit physiologischen Schwächen oder pathologischen Zuständen gelten als nicht transportfähig. Sind Tiere jedoch nur leicht verletzt oder leicht krank, und der Transport würde für sie keine zusätzlichen Leiden verursachen, steht einem Transport nichts entgegen. Dass diese Unterschiede in der täglichen Arbeit noch besser berücksichtigt werden können, wird Dr. Stefan Kleinhans, Fachtierarzt für öffentliches Veterinärwesen, anschaulich aufzeigen. Dies gilt ebenso für die Entscheidung der Schlachtwürdigkeit von Schweinen.

Verbindliche Anmeldung per Mail oder Fax unter Angabe von Name, Vorname und Geburtsdatum (siehe Teilnahmebestätigung für die Ausstellung eines Teilnahmezertifikates) sind bis zum 22. März 2019 möglich bei:  

Landvolkbildung Thüringen e. V., Martina Blücher
Uthlebener Str. 24, 99734 Nordhausen
Tel.: 0173 41177 80 Fax: 0361 26253288
Mail: nordhausen@landvolkbildung.de

Quelle: ProAgrar 42/2018 
Kerstin Fröhlich

Dass eine Frau Chefin eines großen Agrarbetriebes ist, ist für unsere Region keine Besonderheit. Seit 2002 führt Kerstin Fröhlich, Vorstandsmitglied der IGS Thüringen e.V., ihre Agrargenossenschaft und hat den Staffelstab de facto von ihrer Schwiegermutter übernommen. Heute gehören zur Kriebitzscher Agrargenossenschaft e.G. neben 1.800 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche eine Schweinemastanlage mit 6.000 Plätzen. Der Betrieb arbeitet nach dem Kreislauf-Prinzip, denn das was auf den Feldern an Getreide erzeugt wird, wird über den Futtermittelproduzenten zu bedarfsgerechten Mastrationen verarbeitet und in der Mast veredelt. 15.000 Mastschweine werden jährlich nach Altenburg, einem Schlachthof des VION-Unternehmens geliefert. Bei der Produktion wird großer Wert auf tiergerechte Haltungsverfahren gelegt, so haben die Schweine mit knapp einem Meter Fläche ein deutlich höheres Platzangebot als gesetzlich vorgeschrieben. Kerstin Fröhlich kennt die großen Herausforderungen, vor denen die Schweinehaltung steht, bestens und weiss: Die Haltung wird sich verändern, wir können in Zukunft nur noch nachhaltig produzieren.  So stellt sich der Betrieb auch dem Thema Kastration und steigt jetzt zumindest probeweise in die Ebermast ein.

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